Mitte Januar 2023 habe ich mir einen ChatGPT-Account geholt. Nach ersten spielerischen „Gehversuchen“ habe ich mich intensiv mit dem KI-basierten Textgenerator befasst, weil ich handfeste und sofort anwendbare Use Cases mit ChatGPT fürs Active Sourcing erarbeiten wollte.

Anhand zahlreicher Praxis-Beispiele von Vakanzen, die wir selbst gerade besetzen, habe ich zahlreiche Prompts (die Befehle an ChatGPT) auf Herz und Nieren geprüft.

👉 Dabei herausgekommen ist das talentrakete Turbo Training „6 ChatGPT Power Hacks als Booster für Dein Active Sourcing“. 🎓

Ganz nach dem Motto: Recruit smarter, not harder.

Im Training zeige ich Dir, für welche konkreten Szenarios Du Deine Arbeit mit ChatGPT drastisch vereinfachst. Und zwar beeindruckend schnell.

Unsere praxiserprobten Hacks stelle ich Dir hier Schritt für Schritt in einer 6-teiligen Serie vor.

Das Beste daran:

Jeden Hack kannst Du selbst sofort ausprobieren und mit wenigen Klicks für Dich anpassen: per Copy & Paste. Weil wir ganz offen mit Dir teilen, wie wir ChatGPT für die jeweiligen Aufgaben gesteuert haben.

Heute starten wir mit Hack #1. Dabei geht’s erstmal um die Basics – damit Du für alle folgenden Hacks in den kommenden Tagen optimal gerüstet bist.

Also: Let’s go. 🚀

Hack #1:

ChatGPT mit Prompts steuern

💡 Was sind Prompts?

In ChatGPT gibt es ein Textfeld: Dort tragen wir als User unsere Frage bzw. Befehle ein – so wie in den Suchschlitz bei Google. Unsere Befehle sind die sog. Prompts.
Die Kunst, gute Prompts zu verfassen, nennt sich übrigens Prompts Engineering. Denn richtig gute Prompts machen den KI-Chatbot zum tollen Zauber-Tool.

Sobald wir mit dem Drücken der Enter-Taste unseren Prompt abgeschickt haben, legt ChatGPT los. Oft rattert es die Antworten so schnell herunter, wie es unserer Lesegeschwindigkeit entspricht. Echt jetzt: Die Ergebnisse sprudeln irre rasant heraus!

ChatGPT wurde mit Daten in mehreren Sprachen trainiert, daher funktioniert es auch auf Deutsch.

Das Geniale: Wenn wir einen Prompt sehr konkret beschreiben, können wir umgangssprachlich formulieren oder Fachbegriffe nutzen, je nachdem, welche Aufgabe der Text-Roboter lösen soll. Das bedeutet: Es braucht keine speziellen Codes, Formeln oder Vokabeln.

Wir können mit ChatGPT einfach so kommunizieren, wie wir es auch normal im privaten oder beruflichen Umfeld tun. Super benutzerfreundlich, oder?

💡 Meine Anleitung für gute ChatGPT-Prompts

Durch klar definierte ChatGPT-Prompts erhältst Du in Windeseile inspirierende Textentwürfe, mit denen Du Dein Active Sourcing kinderleicht ankurbelst.

Ich mache es so, dass ich mir zunächst meine jeweilige Frage genau durchdenke. Denn je konkreter ich die Aufgabe in meinen Prompts beschreibe, umso hochwertiger fallen die Texte aus, die mir der KI-Chatbot auf Knopfdruck liefert.

Darauf kommt es an, wenn Du gute ChatGPT-Prompts schreiben willst:

  1. Benenne konkret das gewünschte Ergebnis.
  2. Definiere den gewünschten Inhalt.
  3. Bestimme (wenn nötig) den Umfang des Text-Outputs.
  4. Gib die gewünschte Struktur vor.
  5. Lege den Sprachstil des Textes fest.

Was heißt das genau?

👉 Benenne konkret das gewünschte Ergebnis

  • WAS für einen Text soll ChatGPT schreiben?

👉 Definiere den gewünschten Inhalt

  • WELCHE Information soll ChatGPT dabei ausgeben?

👉 Bestimme (wenn nötig) den Umfang des Text-Outputs

  • WIE VIELE Worte oder Zeichen soll der Text umfassen?

👉 Gib die gewünschte Struktur vor

  • WIE soll der Text gegliedert und formatiert sein?
    • Soll der Text z.B. eine Headline und Zwischenüberschriften aufweisen?
    • Sollen Bulletpoint-Aufzählungen enthalten sein?
    • Sollen bestimmte Elemente in Fett geschrieben sein?

👉 Lege den Sprachstil des Textes fest

  • Wir können definieren, welche Zielgruppen-Perspektive ChatGPT beim Schreiben einnimmt, z.B.
    • wie ein Recruiter denken oder
    • einen komplexen Sachverhalt umgangssprachlich für einen 16-Jährigen zusammenfassen oder
    • wertschätzend, empfindsam, überzeugend, begeisternd formulieren oder
    • mit Metaphern und rhetorischen Fragen arbeiten u.s.w.

In den nächsten Teilen unserer Deep-Dive-Serie erfährst Du am Beispiel konkreter ChatGPT-Prompts, wie genial und simpel das Tool meinem Active-Sourcing-Alltag jetzt schon neue Impulse liefert und bestimmte Aufgaben blitzschnell erledigt.

Natürlich ich freue mich, wenn Du meine Hacks auch selbst ausprobierst. Schreib‘ mir hier dann gern mal über Deine Erfahrung.

Meine nächsten ChatGPT Power Hacks für Dich

#2 • In komplexe Jobprofile reinzoomen
#3 • Keywords für den Search ableiten
#4 • Boolean Search Strings generieren
#5 • Texte zur Direktansprache entwerfen
#6 • Kandidaten-Exposés verfassen

Also: Stay tuned. Morgen gibt’s hier bereits den zweiten ChatGPT Power Hack aus unserem talentrakete Turbo Training – als Booster für Dein Active Sourcing.

Oder: Damit Du keinen Hack mehr verpasst, meld‘ Dich am besten gleich für unseren Newsletter an. 📨

Übrigens: Hier kannst Du nochmal unsere ersten Schritte mit ChatGPT im Recruting und für die Direktansprache nachlesen.
Weil ich aktuell jeden Tag so viel Neues lerne über ChatGPT, finde ich fast schon amüsant, auf welchem Stand ich noch vor ein bzw. zwei Wochen war:

👉 Unser Praxis-Test mit ChatGPT für die Kandidatensuche: Findet künstliche Intelligenz jetzt schon passende Kandidaten?
👉 Unser Praxis-Test enthüllt: Taugt ChatGPT (schon) für die Direktansprache im Active Sourcing?

Wie ist’s aktuell bei Dir? Chattest Du schon – oder rekrutierst Du noch? 😉

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